GRADING

Kartenbewertung und ihr Einfluss auf den Wert

Beim Grading prüft ein spezialisiertes Unternehmen eine Karte, bewertet ihren Zustand und versiegelt sie meist in einer nummerierten Kunststoffhülle, dem „Slab“. Über die Zertifikatsnummer lässt sich die Bewertung beim Anbieter nachschlagen.

Was wird geprüft?

Auswirkung auf den Wert

Eine hohe Note kann bei seltenen, gefragten Karten einen Aufpreis bringen, weil Zustand und Echtheit unabhängiger dokumentiert sind. Das gilt aber nicht automatisch: Gebühren, Versand, Versicherung, Wartezeit, Anbieter, Kartenwert und Marktnachfrage müssen berücksichtigt werden. Eine durchschnittliche Note kann weniger wert sein als erwartet, und unterschiedliche Firmen können dieselbe Karte verschieden bewerten.

Bekannte Grading-Unternehmen

PSA – Professional Sports Authenticator

International stark verbreitet und bei Sammelkarten sehr bekannt. Die Skala reicht üblicherweise bis 10.

BGS – Beckett Grading Services

Bekannt für Teilnoten, sogenannte Subgrades, etwa für Zentrierung, Ecken, Kanten und Oberfläche. Besonders hohe Bewertungen sind selten.

CGC Cards

Internationaler Anbieter für Sammelkarten mit Online-Zertifikatsprüfung und eigener Bewertungsskala.

Europäische und deutsche Anbieter

Unternehmen wie Cardmarket Grading, GSG und weitere regionale Anbieter können kürzere Versandwege und deutschsprachigen Service bieten. Die Marktakzeptanz und erzielten Preise unterscheiden sich jedoch je nach Käuferkreis.

Vor dem Einsenden

  1. Prüfe aktuelle Gebühren, Versicherung und Rückversand.
  2. Vergleiche Verkaufspreise derselben Karte mit derselben Gradingfirma und Note.
  3. Fotografiere die Karte vor dem Versand.
  4. Verwende Penny Sleeve, Card Saver und stabile Verpackung gemäß den Vorgaben des Anbieters.
  5. Prüfe nach Rückkehr Zertifikatsnummer und Slab auf Schäden.

Eine Gradingnote ist eine fachliche Zustandsbewertung, aber keine Preisgarantie. Diggidik-Schätzwerte und KI-Prüfungen ersetzen kein professionelles Grading.

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